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myCoolblue von Condair

Funktions- und Bedienungsbeschreibung
der Berechnungs-Software myCoolblue





Mit der myCoolblue App steht ein leistungsfähiges Simulationstool zur Verfügung, mit dem der standortabhängige Jahres-Energieverbrauch für die Kühlung und Entfeuchtung der Zuluft einer raumlufttechnischen Anlage ermittelt werden kann. So kann der zu erwartende energetische Beitrag der indirekten Verdunstungskühlung in einer RLT-Anlage anhand klimatologischen Randbedingungen bereits bei der Planung berücksichtigt werden. Sie ermöglicht zugleich verschiedene Optimierungen an den Anlagenkomponenten vorzunehmen, um dabei die bestmögliche Effizienz zu erreichen.




menü mycoolblue
Abb. 1 Menüpunkt myCoolblue
1 Menüpunkt myCoolblue
Beim Starten der App wird das Menü angezeigt (s. Abb. 1.).
Über den bereits vorausgewählten Menüpunkt myCoolblue kann direkt die Simulation gestartet werden.



mycoolblue verdunstungskühler condair me
Abb. 1.1 Menüpunkt Verdunstungskühler ME
1.1 Menüpunkt Verdunstungskühler ME
Eine kurze Übersicht beschreibt die Technologie und die Eigenschaften des Condair ME. Der Verdunstungskühler Condair ME bildet die systemspezifische Berechnungsbasis der Simulation. Leistungsdaten anderer Hersteller können davon abweichen, daher beziehen sich die Simulationsergebnisse ausschließlich auf den Condair ME (s. Abb. 1.1).




mycoolblue app einstellungen
Abb. 1.2 Menüpunkt Einstellungen
1.2 Menüpunkt Einstellungen
Hier kann die Sprache Englisch oder Deutsch sowie das Einheitensystem Metrisch oder Imperial ausgewählt werden (s. Abb. 1.2).




mycoolblue impressum
Abb. 1.3 Menüpunkt Impressum
1.3 Menüpunkt Impressum
Enthält die gesetzlich vorgegebenen Daten der Condair Gmbh (s. Abb. 1.3).




mycoolblue Betriebsdaten
Abb. 2 Betriebsdaten
2 Betriebsdaten
Ausgangspunkt der Berechnung ist die geplante Nutzungszeit der RLT-Anlage. Nur innerhalb dieser Zeit erforderliche Kühlung wird berücksichtigt (s. Abb. 2).




mycoolblue projekt erstellen
Abb. 2.1.1 Projektdaten Eingeben
2.1.1 „Projektdaten Eingeben“
Es besteht die Möglichkeit, Angaben zum Simulationsprojekt wie z.B. Ansprechpartner, Projektname, und Standort, Anlagenbezeichnung, sowie den Kundennamen einzugeben. Es können zusätzlich Bemerkungen hinzugefügt werden. Durch Antippen der Schaltfläche „speicher“ werden die Daten für die Simulation übernommen und später auf dem Datenblatt ausgegeben (s. Abb. 2.1.1).




mycoolblue standortauswahl
Abb. 2.1.2 Standortauswahl
2.1.2 „Standortauswahl“
In der myCoolblue App sind weltweit 346 Standorte implementiert, die teilweise auch als Repräsentanzstation für eine meteorologisch zu betrachtende Region dienen. Die Standorte sind in einer Weltkarte mit roten Pins markiert und können durch antippen direkt ausgewählt werden.

Alternativ können die Standorte über eine Listenauswahl nach Land und anschließend nach Standort ausgewählt werden. Bei einigen Standorten, welche bestimmten Klimaregionen zugeordnet sind, werden zusätzliche Informationen angezeigt. Die geografischen Koordinaten des ausgewählten Standortes und die Höhe über dem Meeresspiegel werden ebenfalls dargestellt.

Für die Berechnung werden die aktuellen Daten aus den neuen Testreferenzjahren für mittlere Witterungsverhältnisse (TRY) des Deutschen Wetterdienstes, Offenbach und aus der Meteonorm 7.1.10 verwendet. Über einen zusätzlichen Filter können für die Auswahl nur die TRY-Standorte gefiltert werden (s. Abb. 2.1.2).



mycoolblue Norm
Abb. 2.1.3 Eingabewerte
2.1.3 „Standard-Außenluftstemperatur und Standard-Außenluftenthalpie“
Für den ausgewählten Standort üblicherweise angewandte sommerliche Auslegungstemperatur und Auslegungsenthalpie für die Dimensionierung des Kälteerzeugers und der raumlufttechnischen Anlage. (s. Abb. 2.1.3).

Im Gegensatz zu dem Betriebspunkt aus der dynamischen Simulation kann die Leistungsangabe über den erforderlichen Kälteerzeuger anhand eines statischen Auslegungszustandes berechnet werden. Bei den Simulationsergebnissen wird bei entsprechender Auswahl, auf Basis dieses Auslegungspunktes die erforderliche Kälteleistung ausgegeben.

Die Temperatur- und Enthalpiewerte werden bei Auswahl des jeweiligen Standortes nach den Auslegungsdaten der VDI 4710 Blatt 1, 3 und 4 sowie aus den meteorologischen Datensätzen von Meteonorm vorgegeben. Die Werte berücksichtigen ein Risiko der jährlichen Überschreitungshäufigkeit von nicht mehr als 0,1 %.

Hinweis: ASHRAE (American Society of Heating, Refrigerating and Air Conditioning Engineers) gibt zum Teil andere Werte für das Risiko der Überschreitungshäufigkeit an, z. B. 0,4%, 1% bzw. 2%.

2.1.4 „Nutzungstage /Woche“
Anzahl der Tage pro Woche, an denen die Lüftungsanlage betrieben wird (s. Abb. 2.1.3).

2.1.5 „Nutzungszeitbeginn“
Uhrzeitangabe im 24 h Format für die Einschaltung der Lüftungsanlage. Soll die Anlage beispielsweise um 7 Uhr morgens eingeschaltet werden, ist hier 7 einzutragen (s. Abb. 2.1.3).

2.1.6 „Nutzungszeitende“
Uhrzeitangabe im 24 h Format für die Ausschaltung der Lüftungsanlage. Soll die Anlage beispielsweise bis 18 Uhr abends eingeschaltet werden, ist hier 18 einzutragen (s. Abb. 2.1.3).

2.1.7 „Raumtemperatur Sollwert“
Gewünschte Solltemperatur für den Raum oder die Abluft. Auf diesen Sollwert wird die Raum- oder die Ablufttemperatur bis zum Einsetzen der Sommerkompensation normalerweise geregelt. Standardwert ist 22°C (s. Abb. 2.1.3).

2.1.8 „Raumtemperatur bei Ende Sommerkompensation“
Hier wird der Wert für die Raumtemperatur eingegeben, welche am Endpunkt der Sommerkompensation vorgesehen ist. Standardwert ist 26°C.

Eine Sommerkompensation wird im Sommer angewendet um die Differenz zwischen Innen- und Außentemperatur zu verringern und so die Behaglichkeit beim Betreten oder Verlassen eines klimatisierten Raumes zu verbessern. Dabei wird der Sollwert in Abhängigkeit der Außentemperatur automatisch um eine vorgegebene Differenz stetig angehoben. Die Sommerkompensation dient auch zur Einsparung von Kühlenergie, indem bei höheren Außentemperaturen auch höhere Raumtemperaturen zugelassen werden (s. Abb. 2.1.3).

2.1.9 „Zuluft Minimalbegrenzung“
Hier wird der Wert für die minimale Zulufttemperatur eingegeben, welche am Endpunkt der Sommerkompensation nicht unterschritten werden soll. Standardwert ist 18°C.

Um die Temperatur in einem klimatisierten Bereich halten zu können, wird dem Raum in der Regel kältere Zuluft zugeführt. Dadurch werden die innere Wärmelast und die von Außen durch Transmission eingebrachte Wärme ausgeglichen. Bei steigender Außentemperatur erhöht sich der Wärmestrom von Außen, welche durch gleichzeitige Absenkung der Zulufttemperatur kompensiert werden kann (s. Abb. 2.1.3).

2.2.0 „Zuluft bei Beginn der Sommerkompensation“
Hier wird der Wert für die Zulufttemperatur eingegeben, welche normalerweise bis zum Einsetzen der Sommerkompensation zum Erreichen der gewünschten Raumtemperatur benötigt wird. Standardwert ist 20°C (s. Abb. 2.1.3).

2.2.1 „Sommerkompensation Beginn bei Außenluft“
Außentemperatur-Wert, bei dem eine Anhebung der Raumtemperatur, bzw. Absenkung der Zulufttemperatur beginnt. Standardwert ist 20°C (s. Abb. 2.1.3).

2.2.2 „Sommerkompensation Ende bei Außenluft“
Außentemperatur-Wert, bei dem eine Anhebung der Raumtemperatur, bzw. Absenkung der Zulufttemperatur endet. Empfohlen ist hier die Einstellung des Wertes der Standard-Außenlufttemperatur. Voreingestelleter Wert ist 32°C (s. Abb. 2.1.3).

2.2.3 „Feuchtezunahme im Raum“
Durch innere Feuchtequellen, wie Feuchteabgabe von Personen oder technische Prozesse kann das durch die Verdunstungskühlung erreichbare Temperaturniveau in der Abluft negativ beeinflusst werden. Auch eventuell vorhandener Luftaustausch zu nicht klimatisierten Räumen oder zur Außenluft sollte beachtet werden. Um diesen Einfluss zu berücksichtigen, ist hier die innere Feuchtelast anzugeben. Liegen keine genauen Angaben vor, ist der Standardwert 0,5 g/kg (s. Abb. 2.1.3).

2.2.4 „Raumfeuchte maximal“
Der Maximalwert für die Raumfeuchte beeinflusst ebenfalls das durch Verdunstungskühlung erreichbare Temperaturniveau in der Abluft. Durch einen niedrigen Wert sinkt jedoch im Jahresverlauf der energetische Beitrag der Verdunstungskühlung durch den höheren Anteil der Energie, welche zur Entfeuchtung benötigt wird. Standardwert ist 65% (s. Abb. 2.1.3).




myCoolblue Anlagendaten
Abb. 3 Anlagendaten
3 „Anlagendaten“
Der Aufbau einer RLT-Anlage und die richtige Auswahl der einzelnen Komponenten beeinflusst den energetischen Beitrag der Verdunstungskühlung zum Teil erheblich. Um das bestmögliche Ergebnis zu erreichen, können mehrere Szenarien bei der Planung einer Anlage schnell überprüft und optimiert werden (s. Abb. 3).

3.1.1 „Gehäuse-Breite (innen)“
Die Verdunstungskühlung wird in der Regel im Abluftgerät integriert oder im Abluftsystem in einem Gehäuse eingebaut. Durch einen größeren Querschnitt ergibt sich eine niedrigere Strömungsgeschwindigkeit, welche einen geringeren luftseitigen Druckverlust verursacht und sich somit positiv auf den energetischen Beitrag auswirkt. Hier ist die lichte Innenbreite der Abluftkammer oder des Gehäuses anzugeben (s. Abb. 3).

3.1.2 „Gehäuse-Höhe (innen)“
Hier ist die lichte Innenbreite der Abluftkammer oder des Gehäuses anzugeben (s. Abb. 3).

3.1.3 „Luftvolumenstrom“
Anlagen-Nennvolumenstrom in m³/h. Die Simulation berücksichtigt einen konstanten Volumenstrom mit einem Verhältnis 1:1 zwischen Zuluft und Abluft (s. Abb. 3).

3.1.4 „WRG-Typ“
Hier kann die vorgesehene Wärmerückgewinnungstechnologie ausgewählt werden.

Als Wärmerückewinnung in RLT-Geräten haben sich hauptsächlich 3 Technologien etabliert.

KVS: Kreislauf-Verbund-Systeme mit getrennten Wärmetauschern, die auch die räumlich weit entfernte Aufstellung der Zu- und Abluftanlage ermöglichen. PWT: Plattenwärmetauscher-Systeme benötigen keine Hilfsenergie und werden direkt zwischen den Luftsrömen der Zu- und Abluft installiert. Sie trennen die Zu- und Abluftströme über viele dünne Zwischenwände fast vollständig voneinander. Der Einsatz kann nur bei gemeinsamer Zu- und Abluftführung erfolgen.

RWT: Rotationswärmetauscher kommen ebenfalls bei gemeinsamer Zu- und Abluftführung zum Einsatz. Je nach Ausführung der Speichermasse ist auch eine Feuchteübertragung möglich. Rotoren mit Feuchteübertragung (Enthalpie und Sorptionsrotoren) sind für den Einsatz in der indirekten Verdunstungskühlung nicht geeignet. Ausschließlich Kondensationsrotoren können verwendet werden. Konstruktionsbedingt sind Rotationswärmetauscher mit Schleifdichtungen ausgestattet, wodurch eine erhebliche Leckage von der Abluft- zur Zuluftseite auftreten kann. Das Überströmen von befeuchteter Abluft senkt das Einsparpotenzial der Verdunstungskühlung und erhöht zugleich die zur Entfeuchtung der Zuluft benötigte Energie (s. Abb. 3).

3.1.5 „ME Kassetten Bestückung“
Es kann ausgewählt werden, ob die Verdunsterkassetten ganzjährig in der Anlage bleiben, oder diese nur in der jeweiligen Kühlsaison zum Einsatz kommen.

Ein Verdunstungskühler erzeugt als lüftungstechnische Komponente in der Abluft eine Druckdifferenz, die vom Ventilator zusätzlich überwunden werden muss. Dieser Druckverlust erhöht normalerweise für die gesamte Betriebszeit den elektrischen Leistungsbedarf des Abluftventilators. Der Verdunstungskühler Condair ME verfügt über leicht herausnehmbare Verdunsterkassetten. Die Kassetten können für die Monate, in denen die Verdunstungskühlung aufgrund niedriger Außentemperaturen nicht benötigt wird, aus dem Halterahmen ausgehängt und aus dem Luftstrom komplett entfernt werden. So sinkt der Druckverlust praktisch auf ein vernachlässigbares Niveau und der Abluftventilator benötigt für diese Zeit weniger elektrische Energie. Durch diese Maßnahme lässt sich die Effizienz der Verdunstungskühlung weiter steigern (s. Abb. 3).

3.1.6 „Abluftventilator Anordnung“
Die Anordnung des Abluftventilators kann an 3 verschiedenen Stellen im Abluftgerät vorgesehen werden.

Ventilatoren verursachen durch den Energieeintrag eine Erwärmung des Luftstromes. Diese Erwärmung beträgt nach der Faustformel ca. 1 Kelvin pro 1000 Pa Druckerhöhung. Wenn der Ventilator in Strömungsrichtung gesehen vor der Wärmerückgewinnung positioniert ist, werden zum Beispiel durch die Verdunstungskühlung erreichte 5K Abkühlung bei 1000 Pa Druckerhöhung des Abluftventilators bereits um 20% reduziert. Ist der Abluftventilator hingegen in Strömungsrichtung gesehen nach der Wärmerückgewinnung angeordnet, so steht die gesamte Kühlleistung der Verdunstungskühlung an der WRG zur Verfügung.

Die dritte möglichkeit ist, wenn der Abluftventilator vor der Verdunstungskühlung angeordnet ist. So erfolgt ebenfalls die gleiche Erwärmung des Luftstromes, jedoch sorgt in diesem Fall die nachgeschaltete Verdunstungskühlung für die Abkühlung der Luft nahezu auf die Feuchtkugeltemperatur. Da die Temperatur vor der Verdunstungskühlung höher ist als die Ablufttemperatur, liegt die Austrittstemperatur ebenfalls geringfügig höher. Die Anordnung des Abluftventilators stellt also eine Möglichkeit zur Optimierung des energetischen Beitrags durch die Verdunstungskühlung dar (s. Abb. 3).

3.1.7 „ZUL-Ventilator Gesamtdruckerhöhung“
Der Zuluftventilator verursacht in gleicher Weise die Erhöhung der Zulufttemperatur. Daher muss die Zulufttemperatur vor dem Ventilator um diesen Wert niedriger liegen. Je höher die Gesamtdruckerhöhung durch den Ventilator, umso mehr Kühlleistung wird für den Ausgleich dieser Temperaturdifferenz benötigt (s. Abb. 3).

3.1.8 „ABL-Ventilator Gesamtdruckerhöhung“
Der Abluftventilator verursacht ebenfalls die Erhöhung der Ablufttemperatur. Die daraus resultierenden Folgen sind im Punkt Abluftventilator Anordnung näher beschrieben (s. Abb. 3).

3.1.9 „ZUL-/ABL-Ventilator-Wirkungsgrad“
Die ventilatorbedingte Temperaturerhöhung des Luftstromes hängt auch vom Wirkungsgrad des Ventilators ab. Je höher der Wirkungsgrad, umso niedriger ist die Temperaturerhöhung (s. Abb. 3).

3.2.0 „Wirkungsgrad WRG“
Hier wird der allgemeine Wirkungsgrad der vorgesehenen Wärmerückgewinnung angegeben. Je höher der Wirkungsgrad, desto mehr Kühleenergie kann durch die WRG auf die Zuluft übertragen werden (s. Abb. 3).

3.2.1 „Rotor Leckage“
Bei Rotationswärmetauschern besteht konstruktionsbedingt grundsätzlich eine Leckage zwischen den beiden Luftströmen. Hier kann die Leckage-Luftmenge in % des Nennvolumenstromes angegeben werden.

Die Menge der Leckage hängt im Wesentlichen von der Druckdifferenz zwischen der Zu- und Abluftseite ab. Die Anordnung der Ventilatoren beeinflusst die Leckage-Luftmenge und auch die Richtung der Überstömung. In der Regel ist auf der Abluftseite ein höherer Druck vorhanden, wodurch die Überströmung von der Abluft- zur Zuluftseite erfolgt. Unter Berücksichtigung der Komponentenplatzierung kann die Leckage auf ein Minimum reduziert und so die Erhöhung der Zuluftfeuchte durch überströmende feuchte Abluft verringert werden (s. Abb. 3).




myCoolblue ergebnisse
Abb. 4 Ergebnisse
4 Ergebnisse
Die Simulation des Lüftungstechnischen Prozesses erfolgt auf der Basis der stündlichen Mittelwerte einer mehrjärigen Betrachtungsperiode. Diese Daten werden unterschieden in „normale Sommer“ und „extrem warme Sommer“. Der normale Sommer entspricht dem durchschnittlichen Verlauf der Sommermonate. Ist die Berechnung der Leistungsdaten für extrem warmen Sommer ausgewählt, so werden innerhalb der Betrachtungsperiode vorkommende, extreme Witterungsverhältnisse berücksichtigt (s. Abb. 4).

4.1.1 „Betriebsstunden Lüftung im Jahr“
Es werden die jährlichen Betriebsstunden der RLT-Anlage anhand der zuvor festgelegten Nutzungstage und Nutzungsstunden ausgegeben (s. Abb. 4).

4.1.2 „Betriebsstunden ME im Jahr“
Innerhalb des Jahres werden die Betriebsstunden der Verdunstungskühlung addiert und ausgegeben. Besteht innerhalb der Nutzungszeit Kühlbedarf, wird noch geprüft ob durch die Verdunstungskühlung grundsätzlich die Vorkühlung der Außenluft möglich ist. Falls diese Bedingung auch erfüllt ist, wird die Verdunstungskühlung als aktiviert betrachtet (s. Abb. 4).

4.1.3 „Kälteerzeuger ohne ME (Simulation / oder Standard-Außenbedingungen kJ/kg)
Erforderliche Kälteleistung des Kälteerzeugers bei dem angegebenen statischen Auslegungspunkt für den ausgewählten Standort, ohne Berücksichtigung der Verdunstungskühlung (s.Abb. 4).

4.1.4 „Kälteerzeuger mit ME (Simulation oder Standard-Außenbedingungen kJ/kg)“
Erforderliche Kälteleistung des Kälteerzeugers anhand der meteorologischen Daten zum ausgewählten Standort, unter Berücksichtigung der Verdunstungskühlung. Bei Auswahl des Schalters Leistungsdaten für Standard-Außenbedingungen wird die erforderliche Kälteleistung des Kälteerzeugers zum ausgewählten Standort beim statischen Auslegungspunkt, mit Berücksichtigung der Verdunstungskühlung angezeigt (s.Abb. 4).

4.1.5 „Leistungsdaten für Standard-Außenbedingungen“
Für die Berechnung der Leistungsdaten werden standardmäßig die meteorologischen Daten zum ausgewählten Standort verwendet. Mit diesem Schalter lassen sich die Leistungsdaten für die Standard-Außenbedingungen anzeigen.

Hinweis: Die Ergebnisse für die erforderliche Kälteleistung des Kälteerzeugers bei Standard-Auslegungsbedingungen können von den Leistungsdaten nach den tatsächlichen meteorologischen Daten (normale oder extrem warme Sommer) abweichen. Die Leistungsdaten aus der Simulation berücksichtigen die normalen Mittelwerte bzw. Mittelwerte der Extreme und stellen keine absoluten Spitzenwerte dar.

Bei der Auswahl Leistungsdaten für die Standard-Außenbedingungen ist keine Simulation möglich. Ersatzweise werden das Diagramm für die Kühlenergie und die Simulationsergebnisse der Energiedaten verblasst dargestellt. Der Auswahlschalter Leistungsdaten für extrem warmen Sommer, sowie die Vorschau und das Ausdrucken der Ergebnisse sind in diesem Modus deaktiviert (s. Abb. 4).

4.1.6 „Leistungsdaten für extrem warmen Sommer“
Standardmäßig werden meteorologische Daten normaler Witterungsverhältnisse berücksichtigt. Durch Einschalten des Schalters können die Simulationsergebnisse für Witterungsverhältnisse während extrem warmer Sommer angezeigt werden (s.Abb. 4).

Energiedaten
4.1.7 „Gesamte Kälteenergie“
Es wird die jährlich insgesamt benötigte Kälteenergie zur Konditionierung der Luft über die raumlufttechnische Anlage ausgegeben (s. Abb. 4).

4.1.8 „Mechanische Kühlung“
Anteil der mechanischen Kühlenergie, welche bei Einsatz der indirekten Verdunstungskühlung zum Beispiel durch einen Kaltwassererzeuger bereitgestellt werden muss. In Klammern wird der prozentuale Anteil von der Gesamten Kälteenergie angegeben (s. Abb. 4).

4.1.9 „Verdunstungskühlung“
Anteil der Kühlenergie, welche durch den Einsatz eines indirekten adiabatischen Verdunstungskühlers erreicht werden kann. In Klammern wird der prozentuale Anteil von der gesamten Kälteenergie angegeben (s. Abb. 4).

4.2.0 „Wärmerückgewinnung“
Anteil der Kühlenergie, welche durch den Einsatz einer Wärmerückgewinnung erreicht werden kann. In Klammern wird der prozentuale Anteil von der gesamten Kälteenergie angegeben. Kälterückgewinnung über eine WRG ist nur dann möglich, wenn die Ablufttemperatur niedriger ist als die Außenlufttemperatur. In einigen Fällen, abhängig vom ausgewählten Standort und den jeweiligen Betriebsdaten der Anlage, kann dieser Anteil sehr gering ausfallen oder nicht vorhanden sein (s. Abb. 4).

4.2.1 „Regenerativer Anteil (ME+WRG)“
Die Verdunstungskühlung ist in Verbindung mit einer Wärmerückgewinnung unter bestimmten Bedingungen als Ersatzmaßnahme für den Einsatz regenerativer Energien anerkannt. Grundvoraussetzung ist, dass die Wärmerückgewinnung eine Rückwärmzahl von mindestens 70% und einen Leistungsfaktor für Hilfsenergien von mindestens 10 erreicht (s. Abb. 4).

4.2.2 „Jahresarbeitszahl“
Mit der Jahresarbeitszahl wird das Verhältnis zwischen der im Jahresverlauf erzielbaren thermischen Kühlenergie und dem erforderlichen Energieaufwand, um diese thermischen Kühlenergie zu erzielen, angezeigt. Bei mechanischen Kälteerzeugern liegt die Jahresarbeitszahl in der Regel bei ca. 3 bis 5. Je höher der Wert, umso effizienter wird die thermische Kühlenergie zur Verfügung gestellt (s. Abb. 4).

4.2.3 „Balkendiagramm Kühlenergie im Jahresverlauf“
Simulationsergebnisse werden in einem Balkendiagramm für jeden Monat des Jahres veranschaulicht. In Klammern wird zusätzlich der verwendete Datensatz normale Sommer oder extreme Sommer angezeigt. Die Gesamthöhe der monatlichen Balken stellt die insgesamt benötigte Kühlenergie dar, die sich in mechanische Kühlung (dunkelblau), Verdunstungskühlung (hellblau) und Anteil der Kühlung nur durch die WRG (grün) aufteilt. In den Monaten, wo kein Balken vorhanden ist, wird grundsätzlich keine Kühlung benötigt (s.Abb. 4).

4.2.4 „Auslegung eines Verdunstungskühlers anfordern“
Sie haben ein Projekt, für das Sie eine Auslegung des Verdunstungskühlers Condair ME benötigen? ��ber diese Schaltfläche können Sie einfach Ihre eingegebenen Daten an uns senden, um speziell für Ihren Fall die Auslegung eines Condair ME Verdunstungskühlers anzufordern. Wir gehen davon aus, dass Sie eine Beratung wünschen und werden Sie in Kürze kontaktieren (s. Abb. 4).

4.2.5 „+“
Neue Simulation. Durch Auswahl einer neuen Simulation werden bereits eingegebene Daten verworfen und durch Standardwerte, wie beim Programmstart ersetzt (s. Abb. 4).




Sendenfunktion mycoolblue
Abb. 4.2.6 Senden
4.2.6 „Senden“
Es wird eine Vorschau der Simulationsergebnisse im PDF-Format generiert und angezeigt.

Dieses Datenblatt kann über das Druckersymbol ausgedruckt werden.
Die Versendung der Simulationsergebnisse per E-Mail wird über das Briefumschlag-Symbol gestartet.
Als E-Mail Empfängeradresse ist mycollblue@condair.com voreingestellt. Diese kann vor dem Versenden der Nachricht durch eine andere Empfängeradresse ersetzt werden. Falls die Simulation an die Empfängeradresse mycollblue@condair.com versendet wird, gehen wir davon aus, dass für eine Projektplanung weiterführende Simulation und eine Beratung gewünscht wird (s. Abb. 4.2.6).



4.2.7 „i“
Über diese Schaltfläche gelangen Sie zu dieser Hilfeseite (s. Abb. 4).

Meteonorm ist eine globale meteorologische Datenbank für Ingenieure, Planer und Ausbildung.
Ein Produkt der Meteotest Genossenschaft, 3012 Bern, Schweiz.

Haftungsausschluss:
Die Simulation ersetzt grundsätzlich nicht die Anlagenplanung. Die Berechnungen wurden mit großer Sorgfalt und nach bestem Wissen und Gewissen entwickelt und bereitgestellt. Haftungsansprüche und Schadensersatz welche aus der Nutzung der Simulationsergebnisse bzw. durch die Nutzung fehlerhafter oder unsvollständiger Informationen verursacht werden, sind grundsätzlich ausgeschlossen.