Magazin Luftfeuchte 2024 September 01

Autor:
Holger Lasch

Flexibel einsetzbare Luftbefeuchtung
für Büros, Praxen und Wohngebäude


Liebe Leserinnen,
Liebe Leser,

Wenn es um Raumluftqualität und Behaglichkeit geht, ist meistens von der Temperatur,
der Luftwechselrate und Luftgeschwindigkeit die Rede. Weniger Aufmerksamkeit wird der Luftfeuchtigkeit zuteil, obwohl zu geringe Werte sowohl dem Wohlbefinden als auch der Gesundheit abträglich sind. Doch wer die Gesundheit der Raumnutzer fördern möchte, kann eine professionelle Lösung zur Luftbefeuchtung leicht installieren bzw. nachrüsten – auch wenn keine Zentrallüftungsanlage vorhanden ist wie im HUB des Business Campus in Unterschleißheim. Dort sorgt das System HumiLife MN von Condair für eine gesundheitsfördernde relative Feuchte von mindestens 40 Prozent.

Der Business Campus München : Unterschleißheim ist der vierte Gewerbepark der DV Immobilien Gruppe und umfasst mehrere Gebäudekomplexe. Neben jungen Bauten mit attraktiven Büro- und Gewerbeflächen bietet das Areal Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants, Arztpraxen und vieles mehr. Auto- und E-Bike-Fahrer finden ausreichend Parkplätze und Ladestationen und bis zur S-Bahn-Station sind es nur etwa fünf Minuten zu Fuß.

Die DV Immobilien Gruppe achtet auf Nachhaltigkeit – bei der Konzeption und dem Bau ebenso wie bei der Gebäudetechnik. Heizenergie liefert die Geothermieanlage Unterschleißheim, zum Kühlen der Büros oder Serverräume wird unter anderem Brunnenwasser genutzt und Verschattungsmöglichkeiten halten die Kühllast gering. Technologie wird bedacht eingesetzt. Umgesetzt wird, was sinnvoll, nicht was machbar ist. Zum Beispiel bringen im Campus konventionelle Radiatoren die Wärme in den Raum.


Gebäudetechnik nutzerorientiert gewählt

Michael Hartenberger, Geschäftsführer beim Business Campus in Unterschleißheim, erläutert:
„Wir haben diese Raumbeheizung aus zwei Gründen gewählt: Zum einen nutzen wir nur für die Kernbereiche der Büroetagen eine mechanische Lüftung, die Büros werden klassisch über Fenster be- und entlüftet. Es findet also kein Temperieren der Räume über die Zuluft statt. Zum anderen wollten wir keine Betonkernaktivierung.“ Bei den Heizradiatoren und der Fensterlüftung haben
die Nutzer es im wahrsten Sinne des Wortes selbst in der Hand, die Frischluftzufuhr und Wärmeeinbringung auf den eigenen Flächen zu regeln.




Nachhaltige Gebäudebewirtschaftung

Die Klimatisierung hingegen erfolgt zentral und höchst komfortabel. Die Abfuhr der Wärme aus den Räumen erfolgt mit von den Decken abgehängten, passiv arbeitenden Kühlflächen. Im Gegensatz
zu aktiven Klimageräten mit Gebläsen entsteht also prinzipbedingt keine unangenehme Zugluft.
Das erleichtert die Installation und Wartung und beugt Unwohlsein und gesundheitlichen
Beschwerden vor. Auch ein zu starkes Kühlen der Raumluft an Hitzetagen ist mit
dem passiven System ausgeschlossen.


Luftfeuchtigkeit ist gesundheitsrelevant

Frische Luft und angenehme Temperaturen im Sommer und Winter sorgen bereits für eine hohe Behaglichkeit in den Büroflächen. Im Herbst und Winter kann trockene Heizungsluft aber nicht vermieden werden.

  • Trockene Luft reizt die Augen, die Schleimhäute und die Haut, was als unangenehm
    empfunden wird. Die Haut juckt, die Lippen brennen und werden rissig, die Stimme wird schneller heiser. Dazu kommt – je nach Kleidung und Schuhwerk – elektrostatische Entladung.

  • Zu trockene Luft steigert das Risiko von Infektionen. Es ist medizinisch nachgewiesen,
    dass eine relative Feuchte von 40 bis 60 Prozent der Gesundheit zuträglich ist.
    Bei Werten unter 40 Prozent nehmen folgende gesundheitsbeeinträchtigende
    Effekte deutlich zu:
    - Viren bleiben länger aktiv und können sich länger in der Luft halten – die
      Infektionsgefahr steigt.
    - Das menschliche Abwehrsystem – angefangen bei den Schleimhäuten und
      Flimmerhärchen bis zum Immunsystem – funktioniert schlechter.

Eine Luftbefeuchtung kann somit das Wohlbefinden steigern und wirkt sich indirekt auf die Produktivität der Büronutzer aus. Und sie dient dem Gesundheitsschutz. Beide Aspekte eröffnen Chancen. Können zum Beispiel die Ausfälle wegen Atemwegserkrankungen um wenige Stunden
pro Mitarbeiter und Jahr gesenkt werden, haben sich Installation und Betrieb der Befeuchtungslösung in der Regel bereits amortisiert (siehe Kastentext).


Möglichkeiten der aktiven Luftbefeuchtung

Wer auch an kalten Wintertagen eine relative Luftfeuchtigkeit von über 40 Prozent erreichen möchte, kommt um eine aktive Befeuchtungslösung nicht herum. Pflanzen und einfache, an Radiatoren zu befestigende Luftbefeuchter sind ungeeignet, weil sie zu wenig Wirkung entfalten. Portable, aktive Luftbefeuchter bieten nicht denselben Komfort und Leistungsumfang wie professionelle Lösungen.

Bei Gebäuden mit einer mechanischen Lüftungsanlage kann ein professionelles Befeuchten durch adiabate oder Dampf-Befeuchter geschehen und durch eine Feuchterückgewinnung unterstützt werden. Im Business Campus scheiden diese Lösungen jedoch aus, da in den Büros Fensterlüftung genutzt wird. Doch auch hier lässt sich eine Profilösung realisieren, wie der HUB des Business Campus München : Unterschleißheim zeigt.


Dezentrale Befeuchtung mit HumiLife MN

„Der HUB ist eine Meeting- und Workshop-Location sowie eine Demonstrationsfläche für neue Arbeitswelten zugleich“, berichtet Hartenberger. „Auf dieser 833 Quadratmeter großen Fläche können Interessenten und Mieter des Business Campus erfahren, wie sich verschiedenartige Arbeitswelten – von Büroarbeitsplätzen bis hin zu diversen Meeting- und Kreativzonen oder temporär genutzten Arbeitszonen – realisieren lassen.“ Bei Interesse begleitet die DV Immobilien Gruppe die Mieter bei der Umsetzung der Ausstattungs- und Einrichtungskonzepte. Dazu gehören optisch ansprechende Schallschutzmaßnahmen, moderne Beleuchtungstechnik, mobile Arbeitsplätze und einige innenarchitektonische Besonderheiten – und die Luftbefeuchtung mit dem System HumiLife MN
der Condair GmbH, Garching.


Für Neubauten und zum Nachrüsten

Condair HumiLife MN wurde ursprünglich für hochwertige Wohnungen und Villen entworfen, ist aber für größere Gewerbeobjekte wie Praxen, Büros, Museen oder Event-Locations mit Hunderten von Quadratmetern Fläche hervorragend geeignet. Das System lässt sich bei Neu- und Umbauten oder nachträglich installieren und kann mehrere Zonen (bzw. Räume) bedienen – wie im HUB mit seinen diversen Arbeits-, Kommunikations- und Kreativitätsbereichen. HumiLife besteht aus einer Zentrale mit mehreren Einzelgeräten, einem Schlauch- und CAN-Bussystem sowie den sogenannten Spots.
Die Spots sind Sprüheinheiten, die durch die bedarfsgerechte Abgabe feinsten Nebels die Raumluft befeuchten. Sie sind für die Wand- und Deckeninstallation, für die Unter- und Aufputzmontage und in verschiedenen Farben erhältlich. Im HUB mit seiner offenen Decke, die den Blick auf die gesamten Kabel und Leitungen freigibt, sind die Spots von der Betondecke abgehängt.




Geringe Anforderungen für den Anschluss

Voraussetzung für die Installation der Zentralgeräte sind ein Raum (möglichst nur für befugte Personen zugänglich) mit 7 bis 25 °C Raumtemperatur, ein Wasserzulauf (max. 25 °C),
ein Wasserablauf (Siphon oder Bodenablauf) und neben einem Stromanschluss idealerweise
ein LAN-Anschluss oder ein WLAN-Access-Point in Reichweite. Der Internetanschluss ist für
die Bedienung per Smartphone-App sowie für die optionale Fernwartung erforderlich.
Die Befeuchtungszentrale des HUB umfasst eine HumiLife-Zentraleinheit, einen Wasserfilter,
eine Umkehrosmose-Einheit plus zugehörigem Booster-Modul sowie einen Durchlauftank. Mit einer Leistung von maximal sechs Litern pro Stunde (bei zwei angeschlossenen Schlauchkreisläufen) kann eine solche Zentrale bis zu 30 Spots bedienen. „In unserem HUB, der typischerweise eine geringere Belegung aufweist als ein dicht besetztes Büro, wurden 25 Spots zur Befeuchtung vorgesehen“, erläutert Hartenberger. Ein System mit 30 Spots reicht für eine Fläche von etwa 600 bis 800 Quadratmetern aus. Größere Flächen, die meistens ohnehin in mehrere Zonen unterteilt sind,
lassen sich durch mehrere Befeuchterzentralen versorgen.


Smarte „Nebel-Spots“

Die Spots geben ihren „Nebel“ fast lautlos und nach Bedarf ab. Im Betrieb kann man die feinsten Wassertröpfchen sehen – zumindest in der Nähe des Spots. Im HUB hat sich der Nebel bereits verflüchtigt, bevor er auf Kopfhöhe gesunken ist. Die Abgabemenge und -zeitpunkte steuert eine
im Spot eingebaute Elektronik, das „Vernebeln“ erfolgt mit einer Hightech-Membran, die ähnlich aufgebaut ist wie die Membran eines Dialysegeräts.


Zentrale Systemüberwachung“

Alle Spots sind über den CAN-Bus mit der Zentrale vernetzt. Dadurch lässt sich unter anderem die Aktivität des Systems überwachen. Zudem ist das System per LAN oder WLAN mit dem Online-Portal von Condair verbunden. Alle Systemstörungen sind dort ersichtlich und können, je nach Fehlerbild, ggf. über den Online-Zugriff korrigiert werden.


Hygienischer Betrieb mit „doppeltem Boden“

Condair HumiLife wurde durch die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) zertifiziert und muss je nach Komponenten ein- oder zweimal jährlich fachmännisch gewartet werden.
Eine Hygienewartung nach VDI 6022 müsste auch bei portablen Luftbefeuchtern regelmäßig vorgenommen werden, wird aber allzu oft vergessen. Condair übernimmt die erforderliche Wartung im Rahmen eines Servicevertrags. „Für uns bedeutet ein solcher Service eine erhebliche Entlastung“, sagt Michael Hartenberger. „Die regelmäßigen Inspektionen und die Fernüberwachung des Befeuchtungssystems stellen sicher, dass die Anlage einwandfrei funktioniert.“


Zum Thema Planung von Luftentfeuchtungssystemen gibt es von Condair auch einen Planungsleitfaden, der Sie bei der Auswahl der richtigen Lösung unterstützen soll und auch ein paar exemplarische Berechnungsbeispiele vorstellt und erläutert. Über nachfolgenden Link, können Sie dies Broschüre kostenfrei beziehen.

Mit freundlichen Grüßen

Holger Lasch
Produktmanager Luftbefeuchtung / Verdunstungskühlung
Condair GmbH
Planungsleitfaden Büro
ISBN-Nummer: 978-3981761849
Kosten: 12,95 Euro

Seiten: 42
Format: Din A5

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